Crossmedia
trifft
Inklusion

In einer Welt voller Innovationen scheint heute beinahe alles möglich zu sein. Künstliche Intelligenz verändert unseren Alltag, Algorithmen steuern unsere Informationsflüsse und autonome Systeme übernehmen Aufgaben, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Der technologische Fortschritt kennt kaum Grenzen.

Und trotzdem ist etwas bis heute nicht selbstverständlich: Inklusion.

Denn Inklusion entsteht nicht automatisch. Sie beginnt dort, wo Menschen gesehen, gehört und mitgedacht werden. Noch immer entscheiden Barrieren über Chancen. Noch immer bleiben Menschen unsichtbar – nicht, weil sie weniger können, sondern weil unsere Gesellschaft sie viel zu selten mitdenkt.

Genau hier setzt der abm inclumedia® e.V. an. Wir verbinden moderne Medienproduktion, kreative Kommunikation und gesellschaftliches Engagement, um Inklusion sichtbar, erlebbar und selbstverständlich zu machen. Mit Filmen, Livestreams, Social Media und crossmedialen Kampagnen erzählen wir Geschichten, die berühren, Perspektiven verändern und Menschen miteinander verbinden. Denn Medien können mehr, als Inhalte vermitteln – sie schaffen Aufmerksamkeit, bauen Vorurteile ab und bewegen Gesellschaft.

Wir produzieren nicht einfach Content. Wir produzieren Wirkung.

Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der Inklusion keine Ausnahme mehr ist, sondern gelebter Alltag. Bis dahin nutzen wir die Kraft der Medien, um genau diese Veränderung mitzugestalten.

Technologie verändert die Welt. Geschichten verändern Menschen. Und gemeinsam verändern sie die Gesellschaft.

Arbeit, Würde, Teilhabe: Die Zukunft der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

Hat die Werkstatt für Menschen mit Behinderung eine Zukunft? Und wie sieht diese aus? Fragen, die seit Jahren diskutiert werden – und noch immer kontrovers sind. Wir begleiteten ein spannendes Podiumsgespräch im Kreativ-Labor der Stiftung Pfennigparade, veranstaltet von der Münchner Volkshochschule.

Im Fokus: hunderttausende Menschen mit Behinderungen, für die Arbeit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe mehr sind als Schlagworte. Diskutiert wurden Chancen, Herausforderungen und mögliche Reformen – von Übergängen auf den ersten Arbeitsmarkt bis zu fairer Bezahlung und echter Inklusion.

Auch der Fasching ist bei uns barrierefrei!

In der angespannten Weltlage soll die Faschingszeit für erwärmende Momente und ein feierndes, buntes Treiben sorgen. Wir zeigen, wie man Fasching und Inklusion miteinander vereint: Närrinnen und Narren mit und ohne Behinderung tanzen durch unseren YouTube-Kanal. Barrierefreie Zusatzdienste (UT, DGS, AD, LS) sorgen dabei für ein Gemeinschaftserlebnis, das jeden Menschen mit und ohne Behinderung mitnimmt.

Unsere Dokumentation „Die Inklusion der Konfettis“ begleitet die inklusive Regensburger Karnevalsgesellschaft Narragonia: In der Konfetti- und Inklusionsgarde tanzen Menschen mit und ohne Behinderung. In beiden mit dabei sind Vroni und Markus, an deren Seite die Zuschauenden mitfiebern – von den Vorbereitungen, den unzähligen Tanzstunden bis hin zum Lampenfieber vor dem großen Auftritt. Die Dokumentation erzählt die Geschichte von Menschen, die nicht nur den Karneval feiern, sondern die ganze Leichtigkeit des Lebens.

Wir wünschen eine bunte Faschingszeit!

Das Team vom abm inclumedia® e.V.

Medien im Wandel: digital, intersektional und barrierearm denken

An der Akademie für Politische Bildung in Tutzing fand die Tagung „Barrieren abschaffen: Perspektiven für gelebte Inklusion und Gerechtigkeit“ in Kooperation mit der Hochschule Landshut und dem Sozialverband VdK Bayern statt. Im Mittelpunkt standen Fragen rund um Teilhabe, Inklusion und Gerechtigkeit – mit einem besonderen Blick auf Politik, Arbeitswelt und Medien.

Wir vom abm inclumedia® e.V. haben uns sehr gefreut, die Tagung mit unserem Impulsvortrag „Medien im Wandel – digital, intersektional und barrierearm denken“ zu ergänzen. Dabei haben wir den Fokus auf die Rolle von Medien für gesellschaftliche Teilhabe und die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen gelegt.

Denn für uns ist klar: Inklusive Medienarbeit bedeutet mehr als technische Barrierefreiheit. Es geht auch darum, wer sichtbar ist, wer zu Wort kommt und wer Medien aktiv mitgestalten kann. Menschen mit Behinderungen sollten nicht nur Gegenstand medialer Berichterstattung sein, sondern ihre eigenen Perspektiven und Geschichten einbringen können.

Gerade digitale Medien bieten dabei viele Möglichkeiten für Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und Empowerment. Gleichzeitig müssen Barrierefreiheit und Vielfalt von Anfang an mitgedacht werden – bei der Entwicklung, Gestaltung und Produktion von Medien. Der Austausch in Tutzing hat gezeigt, wie wichtig unterschiedliche Perspektiven sind, um bestehende Barrieren zu erkennen und neue Wege für gelebte Inklusion zu entwickeln.

Uns vom abm inclumedia® e.V. war es eine Freude, Teil dieser wichtigen Veranstaltung zu sein, unsere Perspektive einzubringen und gemeinsam mit den Teilnehmenden über inklusive Medien und echte Teilhabe ins Gespräch zu kommen.

Inklusion bei den Kommunalwahlen in Bayern

Kommunalpolitik als Herzstück unserer Demokratie – Teilhabe als Grundrecht aller Menschen,
egal ob mit oder ohne Behinderung. Beides vereint unser Programm zu den Kommunalwahlen
in Bayern 2026. Wenn am 8. März unsere kommunalen Vertreter*innen gewählt werden, soll
niemand aufgrund einer Behinderung ausgeschlossen werden.

„read & talk“ fragt: „Soziales & Inklusion im Fokus?“

Unsere Sendereihe „read & talk“ beschäftigt sich im Vorfeld der Wahlen mit dem Stellenwert
kommunaler Politik in unserem Land und explizit mit den Wahlprogrammen der Parteien.
Unsere Moderatorin Anita Read begibt sich mit zahlreichen Beteiligten auf die Suche nach
Antworten auf die Frage: Warum ist hier so wenig von den Themen Inklusion und
Barrierefreiheit zu lesen? Nach bereits erfolgter bayernweiter Erstausstrahlung ist die Sendung
auf unserer YouTube-Mediathek zur Sendereihe jederzeit abrufbar.

Barrierefreie Erklärfilme crossmedial verbreitet

Wahlen sind das zentrale Instrument unserer Demokratie. Gerade hier ist es wichtig, dass alle
Menschen gleichberechtigten Zugang erhalten. Zusammen mit dem Beauftragten der
Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und der
Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit produzierten wir daher vier spezielle
Erklärfilme in Leichter Sprache für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Zusätzlich wurden diese Filme auch mit Untertitel (UT), Gebärdensprache (DGS) und
Audiodeskription (AD) barrierefrei aufbereitet, um die Wahlen für alle zugänglich und
verständlich zu machen. Eine crossmediale Verbreitung mit einer Veröffentlichung auf Social
Media in 9:16 und sowohl auf verschiedenen Online-Plattformen als auch im TV-Programm im
klassischen 16:9-Format soll möglichst viele unterschiedliche Zielgruppen erreichen. Wir
bedanken uns für die außerordentlich vertrauensvolle Zusammenarbeit!

Jede Stimme setzt ein Zeichen für unsere Demokratie und unsere gemeinsamen Werte.

„read & talk“ setzt Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Inklusion 

Unsere Folge „read & talk: Vergessene Opfer? Euthanasie im Nationalsozialismus und die Lehren für heute“ wurde als eine von drei Produktionen für den Nachhaltigkeitspreis Medien 2025 der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) nominiert. Die Auszeichnung würdigt Medienangebote, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und nachhaltige Wirkung entfalten. 

Vor genau 80 Jahren endete der 2. Weltkrieg und die NS-Schreckensherrschaft. Die Euthanasie, die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderungen, ist dabei ein grausames Kapitel, das in der Öffentlichkeit oft wenig Aufmerksamkeit bekommt. Deshalb widmen wir uns in der Mai-Ausgabe unserer monatlichen Reportage „read & talk“ der aktiven Aufarbeitung von Verbrechen nationalsozialistischer Rassenhygiene – und gehen dabei auf die 

Suche nach Antworten auf die entscheidende Frage im Hinblick auf derzeitige politische Strömungen: Was lernen wir aus dieser Vergangenheit für heute? 

Euthanasie im Nationalsozialismus

Die Aktion T4, der Befehl zur Euthanasie besiegelte ab 1940 das Schicksal von zehntausenden Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen – von „unwertem“ Leben. Moderatorin Anita Read begibt sich auf Spurensuche: Wie weit ist die Aufarbeitung vorangeschritten? Die Reise führt sie über Berchtesgaden zunächst zur ehemaligen Tötungsanstalt Schloss Hartheim bei Linz in Österreich und anschließend nach Wasserburg am Inn: zur Stiftung Attl, dem Zuhause von vielen Menschen mit Behinderungen, sowie zum kbo-Klinikum – beides Ausgangsorte für damalige Transporte nach Hartheim. Zudem trifft sie Hinterbliebene von Euthanasie-Opfern und spricht im Bayerischen Landtag mit politisch Verantwortlichen. Denn die Lehren aus dieser dunklen Vergangenheit scheinen heute relevanter denn je. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, für die Rechte und die Würde aller Menschen einzutreten und sich aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen. 

Journalismus mit gesellschaftlicher Verantwortung

Die „read & talk“-Folge zeigt, wie nachhaltige Medienarbeit heute aussehen kann. Sie bringt journalistische Qualität und gesellschaftspolitische Relevanz zusammen, macht bestehende Hürden sichtbar und zeigt Wege, sie zu überwinden. In einer Zeit, in der vielen Menschen die Orientierung fehlt, bietet sie klare Perspektiven. Sie steht für eine Medienpraxis, die Haltung zeigt, demokratische Werte stärkt und so langfristige Wirkung auf Bildungsprozesse, kritische Meinungsbildung und den öffentlichen Diskurs entfaltet. 

„read & talk“ mit barrierefreien Zusatzdiensten

Um diese gesellschaftlich relevanten Inhalte allen Menschen zur Verfügung zu stellen, haben wir uns für eine barrierefreie Aufbereitung mit Untertitel (UT) und Gebärdensprache (DGS) entschieden. 

abm inclumedia® produziert Film-Dokumentation für „Erinnerungsort München-Riem 1970“  

Der abm inclumedia® e.V. gestaltet kollektives Erinnern aktiv mit: Die Landeshauptstadt München eröffnete am Montag, 10. Februar 2025 den „Erinnerungsort München-Riem 1970“ mit einem Kunstwerk von Alicja Kwade – in Gedenken an einen tödlichen Terroranschlag auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens vor genau 55 Jahren. Für den internationalen Gedenkakt zur Eröffnung sowie die Online-Präsenz der Stadt produzierten wir einen 12-minütigen Dokumentarfilm, der sowohl die Geschehnisse von damals erzählt als auch den Hinterbliebenen Stimme und Raum gibt. 

Geschehnisse des 10. Februar 1970

Der Anschlag von 1970 brachte erstmals den Nahostkonflikt in die bayerische Landeshauptstadt und markierte damals den Beginn einer Reihe terroristischer Aktivitäten. Am 10. Februar 1970 stürmten drei bewaffnete Terroristen das Rollfeld des Flughafens München-Riem und griffen das Personal sowie die Passagiere einer Maschine der israelischen Fluggesellschaft El Al an. Der deutsch-israelische Passagier Arie Katzenstein befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem Transferbus auf dem Rollfeld. Geistesgegenwärtig warf er sich auf eine Handgranate, um andere zu schützen, und erlag den Folgen der Explosion. Elf weitere Fluggäste erlitten teils schwere Verletzungen, darunter sein Vater Heinz Katzenstein, der Flugkapitän Uriel Cohen sowie die deutsch-israelische Schauspielerin Hanna Maron. 

Internationale Dreharbeiten

„Besondere Menschen tun so etwas“, beschreibt Aries Bruder Yuval Katzenstein die selbstlose Aktion seines Bruders. Produziert wurde dieses Interview wie viele andere Szenen in Israel. Mit den dort stattfindenden Dreharbeiten in Haifa und Tel-Aviv sowie deutschlandweit in Berlin und München umspannt die Dokumentation zahlreiche internationale Handlungsorte. Im Auftrag des Kulturreferates der Landeshauptstadt München entstand so eine umfangreiche, zeitgeschichtliche Dokumentation – erzählt aus Sicht der drei betroffenen Familien des Anschlags: die des Piloten Uriel Cohen, der schwerverletzten Hanna Maron und ganz zentral die Familie des Opfers Arie Katzenstein. 

Kunstwerk

Neben Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, besucht der Film auch die international renommierte Künstlerin Alicja Kwade. Ihre Skulptur am Ort des Geschehens, dem heutigen Firmensitz der Brainlab AG, zeigt in drei nachgebildeten und stilisierten Tower-Uhren die drei Momente der damaligen Handgranatenexplosionen. Im Kunstwerk selbst ist der Name des Opfers Arie Katzenstein eingraviert. Sein Sohn Ofer appelliert am Ende unserer Film-Dokumentation, man müsse Konflikte auf eine andere Art lösen, „und nicht mit Gewalt“ – eine Botschaft, die auch heute wichtiger denn je zu sein scheint. 

Wir freuen uns, Teil dieses so immens wichtigen Projektes sein zu dürfen. Wir bedanken uns beim Kulturreferat der Landeshauptstadt München für das entgegengebrachte Vertrauen und sind stolz, die gemeinsame Aufarbeitung des Anschlags von damals aktiv mitgestalten zu können.