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Unsere Folge „read & talk: Vergessene Opfer? Euthanasie im Nationalsozialismus und die Lehren für heute“ wurde als eine von drei Produktionen für den Nachhaltigkeitspreis Medien 2025 der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) nominiert. Die Auszeichnung würdigt Medienangebote, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und nachhaltige Wirkung entfalten. 

Links zur Sendung 

read & talk: Vergessene Opfer? Euthanasie im Nationalsozialismus und die Lehren für heute (mit zuschaltbaren Untertiteln (UT)) 

read & talk: Vergessene Opfer? Euthanasie im Nationalsozialismus und die Lehren für heute – mit Gebärdensprache (DGS) (und zuschaltbaren Untertiteln) 

Vor genau 80 Jahren endete der 2. Weltkrieg und die NS-Schreckensherrschaft. Die Euthanasie, die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderungen, ist dabei ein grausames Kapitel, das in der Öffentlichkeit oft wenig Aufmerksamkeit bekommt. Deshalb widmen wir uns in der Mai-Ausgabe unserer monatlichen Reportage „read & talk“ der aktiven Aufarbeitung von Verbrechen nationalsozialistischer Rassenhygiene – und gehen dabei auf die 

Suche nach Antworten auf die entscheidende Frage im Hinblick auf derzeitige politische Strömungen: Was lernen wir aus dieser Vergangenheit für heute? 

Euthanasie im Nationalsozialismus 

Die Aktion T4, der Befehl zur Euthanasie besiegelte ab 1940 das Schicksal von zehntausenden Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen – von „unwertem“ Leben. Moderatorin Anita Read begibt sich auf Spurensuche: Wie weit ist die Aufarbeitung vorangeschritten? Die Reise führt sie über Berchtesgaden zunächst zur ehemaligen Tötungsanstalt Schloss Hartheim bei Linz in Österreich und anschließend nach Wasserburg am Inn: zur Stiftung Attl, dem Zuhause von vielen Menschen mit Behinderungen, sowie zum kbo-Klinikum – beides Ausgangsorte für damalige Transporte nach Hartheim. Zudem trifft sie Hinterbliebene von Euthanasie-Opfern und spricht im Bayerischen Landtag mit politisch Verantwortlichen. Denn die Lehren aus dieser dunklen Vergangenheit scheinen heute relevanter denn je. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, für die Rechte und die Würde aller Menschen einzutreten und sich aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen. 

Journalismus mit gesellschaftlicher Verantwortung 

Die „read & talk“-Folge zeigt, wie nachhaltige Medienarbeit heute aussehen kann. Sie bringt journalistische Qualität und gesellschaftspolitische Relevanz zusammen, macht bestehende Hürden sichtbar und zeigt Wege, sie zu überwinden. In einer Zeit, in der vielen Menschen die Orientierung fehlt, bietet sie klare Perspektiven. Sie steht für eine Medienpraxis, die Haltung zeigt, demokratische Werte stärkt und so langfristige Wirkung auf Bildungsprozesse, kritische Meinungsbildung und den öffentlichen Diskurs entfaltet. 

„read & talk“ mit barrierefreien Zusatzdiensten 

Um diese gesellschaftlich relevanten Inhalte allen Menschen zur Verfügung zu stellen, haben wir uns für eine barrierefreie Aufbereitung mit Untertitel (UT) und Gebärdensprache (DGS) entschieden.